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Doppelte Progression: wann du das Gewicht erhöhst

Bleib bei einem Gewicht, bis deine Wiederholungen über das obere Ende des Bereichs hinausgehen. Dann legst du den kleinsten Schritt auf, den die Stange erlaubt. Die Wiederholungen fallen zurück, und es geht von vorn los.

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Die Regel

Wähl einen Bereich, zum Beispiel 8 bis 12 Wiederholungen beim Bankdrücken. Das Gewicht bleibt gleich, während deine Wiederholungen darin steigen. Geht ein Satz über das obere Ende hinaus, legst du auf. Mit dem schwereren Gewicht fallen die Wiederholungen Richtung 8 zurück, und der Anstieg beginnt neu.

Zwei Dinge steigen, Wiederholungen und Last, aber nie in derselben Einheit. Mehr ist es nicht, und deshalb trägt die Methode über Jahre statt Wochen: Es gibt immer genau eine kleine Sache, die du beim nächsten Mal schlagen kannst.

Gezählt wird der erste Satz in einem Bereich von 8 bis 12. Nur ein Satz über dem Bereich erhöht das Gewicht; das obere Ende zu erreichen, reicht nicht.
  • Erster Satz: 13 Wiederholungen, über dem Bereich. Nächstes Mal mehr Gewicht.
  • Erster Satz: 12 Wiederholungen, am oberen Ende, aber nicht darüber. Gleiches Gewicht; eine mehr, und es steigt.
  • Erster Satz: 7 Wiederholungen, unter dem Bereich. Das Gewicht war für diesen Bereich zu schwer.

Warum ein Bereich und keine feste Zahl

Ein festes Ziel wie 3 × 10 kennt zwei Ausgänge: geschafft oder nicht. Ein Bereich hat Platz. Eine Wiederholung mehr als beim letzten Mal ist Fortschritt, auch wenn das Gewicht gleich geblieben ist.

Dieser Spielraum macht grobe Gewichtsschritte überhaupt erst machbar. Bei Übungen, für die 2,5 kg ein großer Sprung sind, füllen die Wiederholungen die Lücke zwischen zwei Scheibenschritten: Bis du über 12 hinauskommst, bist du in die nächsten 2,5 kg hineingewachsen. Die Rechnung dazu steht unter Progressive Overload.

Welche Sätze oben ankommen müssen

Hier gehen Trainingspläne auseinander. Die verbreitete Regel lautet: mehr Gewicht, sobald jeder Satz das obere Ende erreicht. Andere zählen einen Satz, meist den ersten, in dem du am frischesten bist, und erhöhen, wenn er darüber hinausgeht. Die Empfehlung des American College of Sports Medicine von 2009 liest sich wie die zweite: 2 bis 10 % mehr, sobald du ein oder zwei Wiederholungen mehr als dein Ziel schaffst1.

Die erste Regel ist strenger, was die Ermüdung über mehrere Sätze angeht; die zweite reagiert früher und lässt sich an der Hantel leichter prüfen. Gegeneinander getestet hat die beiden niemand, verbreitet sind beide. Was nicht funktioniert: je nach Tagesform zwischen ihnen zu wechseln.

Wenn die Wiederholungen unter den Bereich fallen, funktioniert die Regel – du versagst nicht: Die Last passt nicht zum Bereich, also geht der nächste Schritt nach unten statt verbissener nach oben. So sieht ein echtes Plateau aus

Bringen mehr Wiederholungen so viel wie mehr Gewicht?

Offenbar ja. In einer achtwöchigen Studie mit Trainierten steigerte eine Gruppe in jeder Einheit die Last, die andere bei gleicher Last die Wiederholungen – und beide legten ähnlich zu2. Gewicht und Wiederholungen sind zwei Wege zur selben Mehrbelastung, und genau darauf baut die Methode.

Häufige Fragen

Wie viele Wiederholungen sollte ich pro Einheit dazunehmen?

Eine reicht. Manchmal werden es zwei, manchmal keine. Der Bereich verlangt nur, dass die Richtung über ein paar Wochen nach oben zeigt.

Ist doppelte Progression für Anfänger geeignet?

Sie ist der häufigste Einstieg, weil sie ohne Rechnen auskommt: ein Bereich, ein Gewicht, eine Frage pro Satz. Anfänger kommen oft schnell über das obere Ende hinaus – dann steigt das Gewicht am Anfang eben häufig.

Welcher Wiederholungsbereich passt zur doppelten Progression?

Üblich ist eine Spanne von vier oder fünf Wiederholungen: 6 bis 10, 8 bis 12, 10 bis 15. Ein enger Bereich bewegt das Gewicht öfter, ein weiter lässt kleinen Übungen mehr Platz. Muskeln wachsen über eine große Spanne von Wiederholungen, also nimm einen Bereich, in dem du dich steigern kannst.

Quellen

  1. American College of Sports Medicine (2009). American College of Sports Medicine position stand. Progression models in resistance training for healthy adults. Medicine & Science in Sports & Exercise 41(3), 687–708. doi.org/10.1249/MSS.0b013e3181915670
  2. Plotkin D, Coleman M, Van Every D, Maldonado J, et al. (2022). Progressive overload without progressing load? The effects of load or repetition progression on muscular adaptations. PeerJ 10, e14142. doi.org/10.7717/peerj.14142

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So setzt StackUp das um

StackUp wertet standardmäßig den ersten Satz aus; du kannst auf den letzten, den besten Satz oder den Durchschnitt umstellen, und bei unterschiedlichen Gewichten zählt der schwerste Satz. Geht er über deinen Bereich hinaus, schlägt StackUp mehr Gewicht vor – mit dem Grund direkt daneben.